Beitrag in der Volksstimme


EHRENAMT
Helden des Alltags ausgezeichnet

Heidrun Kreutzer nahm sehr gerührt die Ehrung von Olaf Pankow und dem Bürgermeister in Empfang: „Ich mache es doch gern.“ Foto: Yvonne Heyer

Heidrun Kreutzer nahm sehr gerührt die Ehrung von Olaf Pankow und dem Bürgermeister in Empfang: „Ich mache es doch gern.“ Foto: Yvonne Heyer

Sie sind die stillen Helden des Alltags. Nun hat die Stadt Oschersleben erstmals einen Ehrenamtspreis der Bodestadt an sie vergeben.

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Oschersleben l Mit dem Stadtratsbeschluss vom März dieses Jahres wurde der Weg frei gemacht für die Vergabe eines Ehrenamtspreises der Stadt Oschersleben. Vergeben wird er künftig alle fünf Jahre in den drei Kategorien Kultur/Heimat, Brauchtumspflege, Sport und Soziales/Kinder- und Jugendarbeit.

Für die Vergabe des ersten Ehrenamtspreises hatten sich Vertreter des Stadtrates und verschiedener Vereine in der Burg eingefunden. Jens Bittner führte durch das Programm, welches von den Musikschülern Michelle Hartmann, Clara Julius und Linus Nottrott gestaltet wurde.

Bürgermeister sagt Danke

„Am Tag des Ehrenamtes haben wir ganz bewusst einen öffentlich wirksamen Rahmen gewählt, um jene zu ehren, die sich ehrenamtlich für das Gemeinwohl engagieren“, so der Schirmherr der Veranstaltung, Oscherslebens Bürgermeister Benjamin Kanngießer (parteilos). Gemeinsam könne man auf ein gutes Jahr 2017 zurückblicken. Kinder- und Familienpolitik seien die aktuellen Themen der politischen Tagesordnung, vieles sei in Bewegung. „Menschen die ehrenamtlich tätig sind, und vor allem für jene, die frühzeitig damit beginnen, hat diese Arbeit einen großen erzieherischen Wert und einen großen Lerneffekt. Doch später verfügen diese Menschen über einen imensen Erfahrungsschatz. Sie alle verdienen das Lob und die Anerkennung des Bürgermeisters und ich sage Danke, dass sie sich engagieren“, so der Bürgermeister in seiner Begrüßung.

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Mario Engelmann, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins Peseckendorf, berichtete aus seiner Sicht, wie wichtig das Ehrenamt für die kleinen Dörfer, ihrer Geschichte und der vielen Kleinode ist. „Wir wissen, was wir wollen und müssen selber etwas dafür tun“, erklärt er das Agieren des Vereins und seiner Vereinsmitglieder, ohne die es den Peseckendorfer Park in seiner heutigen Gestalt nicht gäbe. „So Ehre denn, wem Ehre gebührt“, fasst er mit Goethe Sinn und Zweck des Ehrenamtspreisess zusammen.

Ausgezeichnet wurde Familie Lipska. Nico Haase, Laudator in der Kategorie Soziales/Kinde- und Jugendarbeit, sagte: „Die Gemeinschaft ist die große Stärke der Familie Lipska. Ihr habt das Herz am rechten Fleck und ermöglicht damit kleinen und großen Menschen seit mehr als 20 Jahren den Motorsport. Zudem habt ihr mit diesem Oschersleben bundesweit bekannt gemacht.“ Geehrt wurde auch Dietrich Lehmann. „Über 40 Jahre ist Dietrich Lehmann in Sachen Fußball und vor allem in der Nachwuchsarbeit aktiv. Gewissenhaft, mit viel Enthusiasmus, bescheiden und unaufgeregt – das ist Dietrich Lehmann. Es gibt wenige, die beim OSC so aktiv sind wie er“, sagte Wolfgang Klemens, Laudator in der Kategorie Sport.

Ganz gerührt nahm Heidrun Kreutzer die Ehrung entgegen. „Heidrun Kreutzer engagiert sich weit über das Beschäftigungsverhältnis hinaus für das Gemeindezentrum Hadmersleben. Sie ist immer zur Stelle und hat Ideen parat. 46 Veranstaltungen brachte sie 2017 reibungslos über die Bühne“, begründete Olaf Pankow, Laudator Kultur, Heimat, Brauchtumspflege, die Auszeichnung.

Schlagwörter zum Thema: Ehrenamt | Ehrung | Oschersleben |

Quelle: Volksstimme vom 08.12.2017

 


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